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Kexel – INSO § 14 – Antrag eines Gläubigers
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH 978-3-8145-2004-9 Graf-Schlicker (Hrsg.), InsO - Kommentar zur Insolvenzordnung 2014 § 14 Antrag eines Gläubigers
(1) Der Antrag eines Gläubigers ist zulässig, wenn der Gläubiger ein rechtliches Interesse an der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat und seine Forderung und den Eröffnungsgrund glaubhaft macht. 2War in einem Zeitraum von zwei Jahren vor der Antragstellung bereits ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldners gestellt worden, so wird der Antrag nicht allein dadurch unzulässig, dass die Forderung erfüllt wird. 3In diesem Fall hat der Gläubiger auch die vorherige Antragstellung glaubhaft zu machen.
(2) Ist der Antrag zulässig, so hat das Insolvenzgericht den Schuldner zu hören.
(3) Wird die Forderung des Gläubigers nach Antragstellung erfüllt, so hat der Schuldner die Kosten des Verfahrens zu tragen, wenn der Antrag als unbegründet abgewiesen wird.
Literatur: Frind/Schmidt, Sozialversicherungsträger – Nassauer des Insolvenzverfahrens? (Teil II), ZInsO 2002, 8; Frind/Schmidt, Sozialversicherungsträger – Nassauer des Insolvenzverfahrens? (Teil I), ZInsO 2001, 1133; Gundlach/Rautmann, Die Änderung des § 14 InsO durch das Haushaltsbegleitgesetz, NZI 2011, 315; Heyrath/Jahnke/Kühn, Der Tod des Schuldners im Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren, ZInsO 2007, 1202; Klages/Pape, G., Die Neuregelung des § 14 InsO – Eine Bestandsaufnahme unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung des BGH, NZI 2013, 561; Marotzke, Kostenfreie Weiterverfolgung eines von Gläubigerseite gestellten Insolvenzantrags trotz Wegfalls der zugrunde liegenden Forderung?, ZInsO 2011, 841; Nöll, Der Tod des Schuldners in der Insolvenz, Beiträge zum Insolvenzrecht, Bd. 36, 2005; Schmahl, Zur Praxis öffentlich-rechtlicher Gläubiger bei der Stellung und Rücknahme von Eröffnungsanträgen, NZI 2002, 177; Vallender/Fuchs/Rey, Der Gläubigerantrag und seine Behandlung bis zur Eröffnungsentscheidung, NZI 1999, 181; Wohlleben, Die Rechtsstellung des Pensions-Sicherungs-Vereins auf Gegenseitigkeit (PSVaG) nach neuem Insolvenzrecht, in: Kölner Schrift, 2. Aufl. 2000, S. 1655.

Übersicht

I. Normzweck1 II. Antragsvoraussetzungen (Abs. 1)2 1. Rechtliches Interesse4 a) Einfacherer und billigerer Weg7 b) Missbräuchliche Zwecke8 c) Nutzloser Antrag11 2. Forderung gegen den Schuldner12 a) Schlüssige Darlegung15 b) Glaubhaftmachung16 c) Wiederholter Antrag (Abs. 1 Sätze 2, 3)22 3. Eröffnungsgrund24 a) Zahlungsunfähigkeit25 b) Überschuldung29 III. Das Eröffnungsverfahren30 1. Zulässigkeit des Eröffnungsantrages31 2. Anhörung des Schuldners (Abs. 2) und weiteres Verfahren32 3. Begründetheit des Eröffnungsantrages38 4. Rechtsmittel und Kosten (auch: Abs. 3)42 IV. Erledigung der Hauptsache44 1. Übereinstimmende Erledigungserklärung48 2. Einseitige Erledigungserklärung49 V. Tod eines Verfahrensbeteiligten51 1. Tod des Antragstellers52 2. Tod des Schuldners53 a) Gläubigerantrag53 b) Eigenantrag54 VI. Besonderheiten beim Insolvenzantrag durch das Finanzamt55

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