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Huber – INSO § 131 – Inkongruente Deckung
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH 978-3-8145-2004-9 Graf-Schlicker (Hrsg.), InsO - Kommentar zur Insolvenzordnung 2014 § 131 Inkongruente Deckung
(1) Anfechtbar ist eine Rechtshandlung, die einem Insolvenzgläubiger eine Sicherung oder Befriedigung gewährt oder ermöglicht hat, die er nicht oder nicht in der Art oder nicht zu der Zeit zu beanspruchen hatte,
  • 1. wenn die Handlung im letzten Monat vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag vorgenommen worden ist,
  • 2. wenn die Handlung innerhalb des zweiten oder dritten Monats vor dem Eröffnungsantrag vorgenommen worden ist und der Schuldner zur Zeit der Handlung zahlungsunfähig war oder
  • 3. wenn die Handlung innerhalb des zweiten oder dritten Monats vor dem Eröffnungsantrag vorgenommen worden ist und dem Gläubiger zur Zeit der Handlung bekannt war, daß sie die Insolvenzgläubiger benachteiligte.
(2) Für die Anwendung des Absatzes 1 Nr. 3 steht der Kenntnis der Benachteiligung der Insolvenzgläubiger die Kenntnis von Umständen gleich, die zwingend auf die Benachteiligung schließen lassen. Gegenüber einer Person, die dem Schuldner zur Zeit der Handlung nahestand (§ 138), wird vermutet, daß sie die Benachteiligung der Insolvenzgläubiger kannte.
Literatur: Bork, Grundtendenzen des Insolvenzanfechtungsrechts, ZIP 2008, 1041; Bork, Die anfechtbare Kontokorrentverrechnung, in: Festschrift für Gero Fischer, 2008, S. 37; Buchner, Insolvenzanfechtung bei Sicherung oder Befriedigung durch Zwangsvollstreckung oder Druckzahlung, 2008; Fischer, Bewirken Leistungen, die zur Erledigung des Insolvenzantrags führen, eine kongruente Deckung?, in: Festschrift für Hans-Peter Kirchhof, 2003, S. 73; Fölsing, Wirtschaftsprüferhonorare: Wann sind sie insolvenzfest?, ZIP 2007, 1449; Fölsing, Wirtschaftsprüferhonorare: Wann sind sie insolvenzfest?, ZIP 2007, 501; Gartz, Anfechtungsrisiko bei Direktzahlungen des Auftraggebers nach § 16 Abs. 6 VOB/B, BauR 2012, 571; Gehrlein, Insolvenzanfechtung von an und durch Banken bewirkten Zahlungen, ZInsO 2010, 1857; Gehrlein, Subjektive Merkmale der Insolvenzanfechtung, in: Festschrift für Hans Gerhard Ganter, 2010, S. 169; Huber, Insolvenzanfechtungsrisiko bei Zwangsvollstreckung oder Druckzahlung, in: Gedächtnisschrift für Manfred Wolf, 2011, S. 443; Huber, Die insolvenzrechtlich unzulässige Aufrechnung, ZInsO 2009, 566; Huber, Vorsatzanfechtung einer Direktzahlung auch gegenüber dem Bauherrn in der Insolvenz des Generalunternehmers, NZBau 2008, 737; Huber, Insolvenzanfechtung bei Direktzahlung im Bauvertragsrecht, in: Festschrift für Gero Fischer, 2008, S. 255; Huber, Keine „Unschuldsvermutung“ im Anfechtungsrecht. Zur Anfechtung eines Prozessvergleichs über Werklohnanspruch und Mängelbeseitigungskosten in der späteren Insolvenz des Bauunternehmers, ZInsO 2008, 929; Huber, Schon fehlgeschlagener Versuch eines Gesetzes zur Anpassung des Rechts der Insolvenzanfechtung?, ZIP 2007, 501; Huber, Referentenentwurf: „Anpassung des Rechts der Insolvenzanfechtung“ – oder: Das Feigenblatt zur Anpassung des IX. Zivilsenats an die Wünsche der Sozialversicherungsträger und Finanzbehörden, ZInsO 2005, 786; Huber, Inkongruente Deckung und Vorsatzanfechtung, in: Festschrift für Hans-Peter Kirchhof, 2003, S. 247; Kayser, Die Entkräftung der die Insolvenzanfechtung begründenden Vermutungen und Indizien, WM 2013, 293; Kirchhof, Anfechtbarkeit der Vergütung vorinsolvenzlicher Berater und Vertreter des Schuldners im folgenden Insolvenzverfahren, ZInsO 2005, 340; Kreft, Zur Untergrabung der Insolvenzrechtsreform auf leisen Sohlen – Gedanken zu § 28e Abs. 1 SGB IV und zum Stil der Gesetzgebung in Deutschland, in: Festschrift für Sigmar Jürgen Samwer, 2008, S. 261; Kreft, Neue Entwicklungen im Anfechtungsrecht, DStR 2005, 1192; Mitlehner, Anfechtungsanspruch bei antizipierter Sicherungsübertragung, ZIP 2007, 1925; Piekenbrock, Zur Anfechtung der Erfüllung von Freistellungsansprüchen, NZI 2007, 384; Uhlenbruck, Wiedereinführung der Vorrechte durch die Hintertür, ZInsO 2005, 505; Vallender, par conditio creditorum ade?, NZI 2005, 599; Zeuner, Die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte zum Anfechtungsrecht im Jahre 2006, NZI 2007, 369.

Übersicht

I. Normzweck und Gegenstand1 II. Allgemeine Voraussetzungen des Absatzes 12 1. Rechtshandlung, Insolvenzgläubiger und mittelbare Gläubigerbenachteiligung2 2. Begriff der Inkongruenz einer Deckung3 3. Weitere Beispiele zur Inkongruenz7 4. Zwangsvollstreckung und „Druckzahlung“8 III. Besondere Voraussetzungen des Absatzes 114 1. Fallgruppe Nummer 114 2. Fallgruppe Nummer 215 3. Fallgruppe Nummer 316 IV. Subjektiver Tatbestand17 V. Beweislast18 1. Grundsätze18 2. Kenntnis gleichstehender Umstände (Abs. 2 Satz 1)20 3. Beweislastumkehr (Abs. 2 Satz 2)21 VI. Verhältnis zu anderen Tatbeständen22

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